Die Festung des Giglio Castello

Die Festung

Das Bild zeigt das Dorf und das Meer.

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Das von den Lothringern zwischen 1823 und 1835 erstellte Grundbuch für die gesamte Toskana, die ihrer Gerichtsbarkeit unterstand, umfasste auch die Insel Giglio.

Aus diesem wertvollen und präzisen kartografischen Hilfsmittel können wir einige Elemente zur Bewertung der möglichen Siedlungsstruktur im Mittelalter entnehmen.

DasGebiet der Festung dürfte sich nicht sehr von dem unterscheiden, was wir heute sehen, auch wenn es nicht der höchste Teil des Hügels ist.

Das Bild zeigt die befestigte Ortschaft Giglio Castello auf der Insel Giglio in der Provinz Grosseto.

Über die Ausdehnung und den Verlauf der Mauern zum Gipfelbereich und zu den beiden Kirchen aus dem 12. Jahrhundert haben wir keine Informationen, aber wir haben einige Hinweise.

DieExtraktion von Höhenlinien im Abstand von 1 m aus dem digitalen Geländemodell zeigt, dass die noch gut erhaltenen neuzeitlichen Mauern fast vollständig dem Verlauf der natürlichen Hänge folgen.

Entlang dieses Rundgangs befinden sich zwei Türme (und vielleicht ein dritter, der an der Seite der Festung steht), die sich sowohl durch ihre Form (viereckig, während die anderen halbkreisförmig sind) als auch durch ihre Bautechnik unterscheiden, die aus wiederverwendetem Material und einer Bautechnik ohne Ziegel besteht.

Dies deutet auf eine Phase zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert hin, also auf eine recht heikle Zeit in der Geschichte der Insel, in der es mehrere Besitzerwechsel gab und mehrere Akteure an der Kontrolle interessiert waren.

Insbesondere derBereich der Festung, der in mittelalterlichen Burgen gewöhnlich als cassero bezeichnet wird, scheint bereits in der heutigen Form strukturiert zu sein.

Es gibt einige Elemente, die in diese Richtung weisen. Das erste ist ein Teil der Verflechtung der Festungsmauer, vor allem im Norden und Osten, das zweite ist die romanische Kirche (8), deren Flanke Teil der Mauer wurde, und das dritte ist das Tor mit einem Spitzbogen, das möglicherweise beim Renaissance-Umbau in situ wieder aufgebaut wurde.

Allerdings fehlen Elemente zur Organisation der Innenräume im Mittelalter, während wir einige Beschreibungen für die Phasen des 17. und 18.

Wie der Rest der Burg scheint auch der Medici Umbau des oberen Teils durch eine Rekonstruktion unter weitgehender Verwendung von wiederverwendetem Material gekennzeichnet zu sein , wobei die Formen und Strukturen an die neuen Erfordernisse der Verteidigung gegen Belagerung mit Kanonen angepasst wurden.

An einigen Stellen sind Umstrukturierungen/Erhöhungen in den oberen Teilen der Befestigungen mit einer deutlich veränderten Textur(kleinere Steine) und eine recht weit verbreitete Verwendung einiger Ziegelkeile zu erkennen.